Gerätezuordnung
Überblick
Die Funktion Gerätezuordnung dient der strukturierten Abbildung und logischen Verknüpfung aller im System eingebundenen Geräte innerhalb eines Energiemanagementsystems. Ziel ist es, Energieflüsse korrekt zuzuordnen und eine konsistente Datenbasis für Analysen und Steuerungen zu schaffen.
Die Gerätezuordnung bildet dabei die Grundlage für eine nachvollziehbare Darstellung der Anlagenstruktur und deren Messwerte.
Um die Gerätezuordnung zu erreichen, wählen Sie im Menü [Energiemanager > Gerätezuordnung].
Festlegung des Netzübergabezählers
Zu Beginn der Gerätezuordnung wird der Netzübergabezähler festgelegt. Dieser Zähler stellt den zentralen Bezugspunkt der Anlage dar, da sämtliche Energieflüsse zwischen dem öffentlichen Netz und den angeschlossenen Verbrauchern über diesen Zähler erfasst werden.
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Nach der Auswahl wird automatisch ein erster Vorschlag zur Gerätezuordnung generiert. Die vorhandenen Geräte werden dabei strukturell mit dem Netzübergabezähler verknüpft.
Hinweis: Die initiale Gerätezuordnung stellt lediglich einen Vorschlag dar und muss vor der Verwendung geprüft und gespeichert werden.
Darstellung und Status der Zuordnung
Die Gerätezuordnung wird grafisch dargestellt und verwendet farbliche Kennzeichnungen zur Bewertung des aktuellen Zustands.
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Grün markierte Elemente kennzeichnen neue, noch nicht gespeicherte Änderungen
Graue Elemente stehen für bereits gespeicherte und aktive Zuordnungen
Rote Elemente weisen auf eine fehlerhafte oder unvollständige Zuordnung hin
Diese visuelle Differenzierung unterstützt die schnelle Identifikation von notwendigen Anpassungen.
Rolle der ungemessenen Verbraucher
Ein Bestandteil der Gerätezuordnung ist der sogenannte Nutzer, der für alle ungemessenen Verbraucher steht. Dazu zählen Geräte, die keinen eigenen Zähler besitzen, wie beispielsweise Kleingeräte im Haushalt.
Die Verbrauchswerte dieser Kategorie ergeben sich indirekt aus der Differenz zwischen dem Netzübergabezähler und den explizit gemessenen Verbrauchern.
Info: Eine korrekte Ermittlung der ungemessenen Verbraucher setzt voraus, dass alle relevanten Messpunkte vollständig zugeordnet sind.
Ergänzen und Zuordnen von Geräten
Nicht zugeordnete Geräte werden in einer separaten Liste angezeigt und können per Drag & Drop in die bestehende Struktur integriert werden.
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Dabei wird festgelegt, welcher Zähler ein bestimmtes Gerät misst oder an welcher Stelle sich ein Gerät in der Energieflussstruktur befindet. Dies ist insbesondere bei Geräten wie Wärmepumpen oder zusätzlichen Zählern erforderlich.
Achtung: Eine unvollständige oder fehlerhafte Zuordnung führt zu inkorrekten Energieflüssen und sollte vor dem Speichern vollständig bereinigt werden.
Speichern der Gerätezuordnung
Nach Abschluss der Zuordnung kann die Konfiguration gespeichert werden. Erst mit der Bestätigung wird die Gerätezuordnung aktiv und für Berechnungen sowie Auswertungen verwendet.
Nicht zugeordnete Geräte und Zähler werden beim Speichern entsprechend gemeldet, sodass geprüft werden kann, ob diese weiterhin benötigt werden.
Bearbeitungsfunktionen
Die Gerätezuordnung kann jederzeit bearbeitet werden. Dabei stehen verschiedene Funktionen zur Verfügung (v.l.n.r.):

Zentrierung der Ansicht zur besseren Übersicht innerhalb der grafischen Darstellung
Automatische Neustrukturierung der Darstellung
Vollständiges Zurücksetzen aller Änderungen während der aktuellen Bearbeitung
Rückgängigmachen des letzten Bearbeitungsschrittes
Wiederherstellen des letzten Bearbeitungsschrittes
Diese Funktionen ermöglichen eine flexible und kontrollierte Anpassung komplexer Anlagenstrukturen.
Detailansicht und Anpassung von Messstrukturen
Über die Detailansicht einzelner Geräte kann die Messstruktur genauer analysiert und angepasst werden. Hier wird sichtbar, welche Zähler ein Gerät erfassen und wie die Zuordnung intern aufgebaut ist.
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Nicht benötigte Messpunkte, beispielsweise redundante interne Zähler, können entfernt werden. Anschließend kann die Zuordnung gezielt neu hergestellt werden, indem per Mauszeiger Verbindungen zwischen Geräten und Zählern gezogen werden.
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Verwendung externer und interner Zähler
Ein Gerät kann sowohl über interne als auch über externe Zähler erfasst werden. In der Gerätezuordnung ist sicherzustellen, dass ausschließlich die gewünschte Messstruktur aktiv ist.
Doppelte Messungen desselben Geräts führen zu fehlerhaften Ergebnissen und sollten vermieden werden.
Umbenennung von Geräten
Innerhalb der Gerätezuordnung können Geräte angeklickt werden, um sie umbenennen zu können. Dies ermöglicht eine klare und praxisnahe Bezeichnung, beispielsweise nach Standort oder Funktion.
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Die geänderten Namen werden systemweit übernommen und auch in anderen Ansichten, insbesondere bei bestehender Verbindung zum AMPERIX Portal myPowerGrid, entsprechend dargestellt.
Umgang mit ungenutzten Geräten
Nicht verwendete Geräte, insbesondere Zähler, werden weiterhin im System angezeigt und entsprechend gelb gekennzeichnet. Diese stellen keinen Fehler dar, weisen jedoch auf potenzielle Erweiterungsmöglichkeiten hin.
Hinweis: Der Austausch von Geräten sollte nicht über die Gerätezuordnung erfolgen, sondern über die dafür vorgesehenen Funktionen zum Gerätetausch.
Ziel der Ansicht
Die Funktion Gerätezuordnung dient der korrekten Abbildung aller Energieflüsse innerhalb eines EMS. Sie stellt sicher, dass Messwerte konsistent interpretiert werden, unterstützt eine saubere Anlagenstruktur und bildet die Grundlage für Analyse, Steuerung und Abrechnung innerhalb des Systems.